Schlurzkuss für Johannes
Montag, 29. Dezember 2008Immer Gewand, ja das is echt fies - gut, hier kriegst du eine einmalige Ansage inklusive Pamela und Schlurzkuss!
http://www.youtube.com/watch?v=RfmVOHCybMw
Fahrt der durch….
Immer Gewand, ja das is echt fies - gut, hier kriegst du eine einmalige Ansage inklusive Pamela und Schlurzkuss!
http://www.youtube.com/watch?v=RfmVOHCybMw
Fahrt der durch….
Schenker, oder Geschenker, das ist das Gebot der Woche.
Was kriegt wer, wer kriegt nix, und wer kriegt extrascheußliches Zeug aus dem unglaublichen Versandhaus?
Ich sitze und lache mich schief, aber nun ist es Zeit für die virtuellen Gaben.
Matlachen, mein Lieblingsdreckspatz, das Nutschefaki aller Mittage und generell einer der Besten, der einzige der “Darling” mit solch Tremolo schreibt wie der Danzer Schurli es gesungen hätte…was würd ich dir schenken?
Natürlich - eine Leinenserviette XXL (Tischtuchgröße) die du dir jedesmal vor dem Essen feierlich im Nacken verknotest und vorne hinge sie dir bis zu den Knieen, das brächte Stil in deine Mahlzeiten. (spreiz noch das kleine Fingerchen ab beim gabeln, dann bist du mindestens föin genug für den Marchfelderhof…)
knofl, matlachens Stalkerin, bekommt eine Wimperndusche - ich reiß sie ihr gerne einzeln aus und halte sie dann unter den Wasserhahn.
Johannes, dem Täufer, spreche ich eine original 50iger-Jahre Wetterhexe zu, gegen allfällige Nasi-Goreng Schauer,
und der liebe atNoNick Thomas soll ausser der Feile auch eine Uhr bekommen die ihn die nächsten 48 Wochen, 11 Monate oder beinahe ein Jahr lang erinnert, seinen blog weiterzuschreiben - irgendwann wird er weich werden und es tun….
Lena und mein Lieblingscomputerfachmann bekommen einen erstklassigen Weihnachtsschrei von mir, und das ist was Besonderes, denn ich mach ihn den Beiden sogar vor, live, wenn sie mögen.
Also, auch dies wäre erledigt, blogposter beschenkt, nun denn, ich lege mich schon gemütlich in eine Keksdose und inhaliere Vanillezucker…ein frohes ! euch allen!
matla, Süßer! Schreib mir am 24! ich brauch heuer nicht zu kochen!
Ja, ich tät vielleicht auch gern mal am Rouletttisch sitzen, mit einem Hauch von Goldlameè auf meinem keksverwöhnten Luxuskörper, unverzichtbar der elfenbeinerne Zigarettenspitz, güldne Wimpern und Krallennägel, ein Händtäschl aus Pfauenfedern, vollgestopft mit Tschetongs, Nuttenschühchen und umwallt von Parfümschwaden, Duftrichtung “Persisches Puff”- so säße ich beim Glücksspiel, und natürlich, ich würde gewinnen.
Ich bräuchte nur an den einarmigen Banditen vorüberzutänzeln, schon hätten sie einen Hartgelderguß in meine Richtung, es würde klingeln und klimpern, ich wäre reich. In Minuten.
Der allerbeste Mann, nämlich meiner, ist strikt dagegen. Keine Casinobesuche, oh nooo!
Eventuell, wenn ich bis Weihnachten weitersekkiere, dann ohne Verkleidung, in der Alltagskittelschürze einen Sprung auf die Mahü, zum Sportwetten Admiral - aber a ned mehr als einen Zehner.
Ich habe nämlich, so seine Theorie, schon genug Glück in der Liebe.
Demzufolge nicht im Spiel.
Eventuell - nein, sicher! - hat er recht.
Aurewoahr! Du süßer Traum! Klimper ich halt nicht. Oder anders.
ich bin ja für die Traditionen - falls ihr das nicht gemerkt habt. Füge mich klaglos in die Rolle des unnützen Frauchens und rekel mich also, wie erwartet, pausenlos auf irgendwelchen Sofas herum, allzeit bereit aber nie tätig … auch die Brauchtumshighlights lasse ich nie aus - Punsch und Kekse zu Weihnachten, die Rute zum Krampus, Ostern rote Eier und Freitags, gelegentlich, (wenn ich daran denke, das Freitag ist) Fisch.
Auch schätze ich Ratschenbuben, Kirchenglocken, alte Weiber in Kleiderschürzen - eine aussterbende Art, die man unbedingt! schützen sollte -, ich mag Erdbeeren im Juni und Krapfen im Fasching, Sekt zu Sylvester und also freute mich SEHR über den Brioche-Krampus von unserem Dorfbäcker, den mir ein anonymer Fan morgens, als ich noch schlief, auf den Küchentisch legte.
Ein prächtiger Kramperl, mit Rute und überlanger roter Filzzunge - da lässt sich unser Bäcker nicht lumpen!
Ich köpfte ihn - riß die Beinchen ab und fing an, den köstlichen, frischen, flaumigen Krampuskörper zu essen. MHHHHHMMMMM! So gut wie vor xx Jahren! Danke Fan!
Und dann biß ich auf etwas, das ein wenig zu knusprig für eine Rosine war. Es knirschte beim Zerbeißen.
Es war sowenig eine Rosine, wie das Fleisch damals beim Inder ein Huhn war.
Igittigitt.
Es ist nicht so, dass ich keine Rosinen mag.
Ich mag “la cucuracha” nicht. Schongarnicht mag ich sie knuspi.
Igittigitt.
Irgendjemand sollte den blöden Typen von der Mariachi-Band, die plötzlich hinter mir materialisiert sind und nicht aufhören, fröhliche Liedchen, (deren Texte ich nicht verstehen WILL) zu schmettern sagen, dass sie mich NICHT werden überzeugen können, die Küchenschabe zu mögen.
Ja, ihr Lieben, das Luxusweib (ich, in dem Fall) stieg aus ihrem seidnen Bettzeuge und mischte sich unters Volk, Samstag war Weihnachtsmarkt hier und dort, und ich war auf beiden. Einer, gesittet, rund um ein Landkirchlein, allerlei gutorganisierte mittelalte Damen mit merkwürdigen Pelzen und Pelzhüten (!) verkauften nutzloses, hässliches Zeug und Glühwein sowie Kekserl für den guten Zweck. Saufen als gute Tat tat also der Großteil der Besucher, allerdings, hinter den sieben Bergen noch eher unauffällig.
Hier, in der Heimat, rund um das ehemalige Kloster, bemühten sich die Eingeborenen in dieser zauberhaft historischen Kulisse nach Kräften, auch noch ihre allerletzten Bewußtseinschnipsel in Glühwein, Glühmost, Jagatee, Punsch und Heidelbeerirgendwas einzuweichen, und, was soll ich sagen, es gelang ihnen prächtig.
Die Stimmung schwappte in alle Richtungen über, die Kirchendamen vergaßen zu späterer Stunde Teebeutel in den heißen Rum zu hängen, die hagere Verkäuferin im Käsestand soff gegen den Käsegestank wacker an, der Mann mit dem Leberkäse hatte tränende Augen, unzählige glücklich kreischende Kinder schwenkten Pappbecher in denen das war, was leichtgläubige Eltern als Kinderpunsch verkauft bekamen, die Männer von der Feuerwehr unterschieden sich nur noch durch die reflektierenden Uniformen von den wankenden Wracks der schwer befüllten Sportvereinsfunktionäre….kurzum, ein gelungenes Fest, bis auf die strenggeknotete Lehrerin im Standl der Volksschule - aber dort klaffte ohnedies eine Vorsichtslücke im Gewühle.
Ja, soweit hätt ich diese Belustigung also auch erledigt, ich ließ mir weder Nudelengel noch vom Roten Kreuz deren Punsch (sie nannten ihn “Wiener Blut” was ich ziemlich witzig fand) andrehen, stopfte meine Taschen voll Kekse, Zuckermandeln und Maroni und kehrte heim in die plüschige Höhle, mampfend.
Übrigens, bei mittelalten Männern ist der Zottelbock-look wieder stark im Kommen - ich sah mehr Pferdeschwänze als sonst. Proscht!