Und? Was is jetzt?

18. September 2008

ja, was?

Im Dorf ist nix los, kein Feuerteufel, kein “böser Mann” im Wald, keine Skandalschwangerschaften oder Erbstreitigkeiten, der Wirt - naja, der Wirt trägt nun wieder die leicht durchsichtigen langärmeligen weissen Hemden, wenn er schwitzt, sieht man mehr. Auch wenn man garnicht will.

Im ganzen Tal heulen die Motorsägen, unsere Ortsgrüne und Tierschutzselbstbeauftragte fährt (als einziger Mensch hier) mit dem Fahrrad die Forstwege entlang, dabei trötet sie mit einer übriggebliebenen WM-Fanpfeife, gelegentlich ratscht sie auch mit so einer elenden Plastikratsche, singt und lärmt was geht.

Die Jäger dann erlegen nix - jede Wildsau mit Gehör floh in andere Gegenden. Die Wildsauen hier sind wirklich schlau. Zur Jagdzeit nisten sie sich im Gestrüpp dicht neben den vielbegangenen Waldwegen hinter der Hofratssiedlung* ein, sie wissen, hier wird nicht geschossen.

Warum genau dort nicht geschossen wird ist nicht ganz klar, außer pensionierten Landesbediensteten die dort ihre Hunderl scheissen führen geht dort niemand, also entstünde kaum ein Schaden. Es träfe jedenfalls Schwarzvieh, welches, wie der Jäger weiß, mehr Schaden als Nutzen bringt, auch gehören beide Spezies jedenfalls zu den echten Schweinen.

Wie man hier nachlesen kann:

http://www.oevp.at/index.aspx?pageid=30183

http://de.wikipedia.org/wiki/Wildschwein

*Hofratssiedlung = Landesbedienstete ÖVP-Parteibuchbesitzer bekamen, knapp bevor St.Pölten Landeshauptstadt wurde, hier ganz billige, extra für sie umgewidmete Baugründe, sie bleiben natürlich für immer, (auch wenn man mit Tröten bläst wie zum jüngsten Gericht - die verschwinden einfach nichtmehr) und die, die noch nicht in der Frühpension sind, fahren auch jetzt noch täglich sehr konfortabel mit dem Wiesel in die Landeshauptstadt, um dort angeblich irgendwas zu tun, man hört aber, das St.Prölltens Regierungsviertel stets einen recht toten Eindruck macht.

Schwarzvieh, wie Wikipedia sagt, gehört zur Familie der altweltlichen oder echten Schweine.

Also, nix los im Dorf, nur das Übliche.

mir is fad im Schädel

11. August 2008

darum hab ich mir aus Japan Papier bestellt und falte mir eine eigene Welt!

Man kanns auch lassen

31. Juli 2008

Jahaaa, man kanns auch lassen.

Es ist Sommer und ich bin wild entschlossen alles aus dieser Tatsache herauszuholen.

Sommer ist Urlaub, und damit Basta!

Ich ziehe kaum Kleidung an.

Ich mache keine Hausarbeit.

Ich koche nicht.

Und ich mache auch keine Gartenarbeit mehr, weil:

ich einfach zu stark bin.

Oder so.

Unser Wirt hat seinen heurigen Urlaub hinter sich gebracht, das Wetter bietet allerhand feine Abwechslung, momentan übersiedelt gerade kein Kind, alles ist ruhig. Keiner bringt mir Schweizer Schokolade, aber mir schmeckt die Daim-Schoko vom Ikea eh viel besser!

Sex, Drugs, Wienerschnitzel, Maronieis, Terry Pratchett und Rock´n´Roll ! Im Burggarten könnts grad nicht schöner sein! Lets fetz!

und jetzt das!

04. Juli 2008

das hab ich jetzt davon, ich, bekennende Kommunistin, Besitzerin dreier Che-Shirts, und eines Che-Badvorlegers sowie eines T-Shirts mit dem Abbilde des ganz großen, des unsterblichen Fidel!

Das hab ich jetzt davon - meine halbe Semmel - die gute, obere Hälfte, extra aufbewahrt und nicht ausgehöhlt - ist weg.

Fort.

Dahin.

Ich nehm es euch nicht übel. Meine letzte halbe Semmel ist eure halbe Semmel. Das ist der Grundgedanke.

Innerlich überlege ich mir, wie ich es euch heimzahlen kann, ihr elenden Mundräuber. (die nächste unbeaufsichtigte Semmelhälfte wird mit weißem Pfeffer imprägniert, hähähä)

Rad ab

29. Juni 2008

Ja, ich hab ein Rad ab - eigentlich sind es drei.

Denn wir haben das Klavier erledigt.

Es hat sich gewehrt, aber es war soweit - kein Platz, kein Klavierspieler, niemand der zufällig einen leeren Ballsaal hat, in dem es wohnen könnte…also griffen wir zu roher Gewalt und hauten es zamm.

Matlaschätzchen hält mich ja für eine reiche, Nägel feilende Schlampe, er hätte mich sehen sollen, wie ich mit Hammer und Zangl die Saiten abknipste - das ist was anderes als Nagerlknipsen - sie zoingten auch sehr schön als sie sich wegrollten.

Insgesamt bot das Klavier einen eleganten Abgang - es kämpfte, ergab sich und starb mit allen Tasten im Maul wie ein Held. Wir sind natürlich jetzt Barbaren - ein Klavier? Zertrümmert? DAS KLAVIER ?

und ich sag dann, ja, heh, das KLAVIER, zertrümmert, erschlagen, aufgeschraubt - bistdudeppert, das waren Schrauben! Und innen war ein Gußeisenteil, gülden angepinselt, sehr niedlich klavierförmig, ich überlege, die blöden Gartenzeitschriften werben ja seit Jahren für diese Kräuterspiralen im Garten…vielleicht sollte ich das güldne Gußeisen in die Landschaft werfen und die Löcher dann mit Basilikum bepflanzen?

Ach, was solls, es begann alles mit einem Tüllenbaum, und nun hat mich der Virus der Gartenverschönerung auch infiziert…ich werde diesen Anfall beim Wirten aussitzen…

Es macht übrigens noch mehr Spass, ein Klavier fertig zu machen als damals die gute Ute, als sie es wagte, mir eine Nagelfeile anzubieten…

Schwarze Nacht für Mopeds

19. Juni 2008

Ja, ihr wart brav, und darum erzähle ich euch heute von Tante ´La, denn sie ist dabeigewesen, damals, in der sagenumwobenen Schwarzen Nacht der Mopeds, sie knatterte mit und kann davon berichten.

Es war ein Samstagabend auf dem Land, vor ungefähr sehr vielen Jahren, die Landjugend hatte durchaus schon die Idee des Wochenendsaufens verstanden und gutgeheissen, allerdings mangelte es in der Einöde an brauchbaren Lokalitäten. In den Häusern wachten Großmütter, Tanten und Mütter, sie hatten auch ein katholisches Auge auf Scheunen, Ställe und Nebengebäude gerichtet, also fielen diese Örtlichkeiten für spontane Orgien aus.

Die Dorfwirtshäuser wurden traditionell von Vätern, Onkeln und traschenden Junggesellen besetzt, dort klatschten Karten auf Resopaltische, es wurde lallend um Runden gespielt, gelegentlich entstand eine spontane Brauchtumsprügelei, aber ansonsten - fad, ausserdem konnten die Mädels sich dort nicht blicken lassen, wegen des guten Rufs. (Die Väter ließen sich bei ihren Vergnügen nicht gern von den Töchtern zuschauen - so war das.)

Also war, wer ein Moped hatte, lässig dran, er konnte in weiter entfernte Kuhdörfer ausweichen und dort die Sau rauslassen.

“Wo fahrma hin?” war also garnicht unbedingt die Frage, sondern “wer fahrt mit?” und so wurde jedes Moped besetzt und angestartet, auf gings, über den Berg.

Schwarze Nacht - die Freunde und Helfer wachten am Strassenrand, und als die erste Zündapp um die Kurve knatterte, winkten sie ihr - nicht freundlich. Sie beanstandeten einiges, das Moped musste abgestellt und stehengelassen werden, zwei Freunde standen am Strassenrand. Nicht lange natürlich, denn, als die Schmier entschwunden war, packten die nachkommenden Freunde sie mit auf - man lässt in der Pampa niemanden im Stich - fuhren auf zwei Zweirädern je drei, das geht sich schon aus, rutsch weiter vor auf den Tank, du Dillo.

So erreichte der Konvoi die erste Labestation ohne weitere Schwierigkeiten, darauf ein Rüscherl, ex oder Orschloch! Eins geht immer noch!

Man beschloss das Lokal zu wechseln, um nichts von dieser, noch nicht so schwarz wirkenden, Nacht zu verschwenden.

Es war in der Zeit vor jeglicher Helmpflicht, man fuhr mit Schlapfen, Flatterhemden und kurzen Hosen und war überhaupt sehr cool, damals.

Nur die Herren Bullen waren uncool, sie standen schon wieder im Weg.

Diesmal aber war die Sicht - weil eine gerade Strecke - viel besser, so gelang es den meisten Mopedreitern rechtzeitig zu wenden, Stellung in einem Feldweg zu beziehen (es hat schon was für sich, Finsternis hilft!) und das Ende der Amtshandlung, welche - eh klar! - Fredls Mitnahme samt dessen Gefährt einschloss, vorüber war. Das lag daran, dass er stur auf die Feinde zu hielt, sein Sozius aber sprang beherzt ab, als er Fredls merkwürdige Reaktion erkannte und duckte sich hinter eine Fichte.

Man schlichtete um, bestieg erneut etwas gedrängt die Mopeds, wurscht, besprach Fredls wohlbekanntes Pech - den Trottel dakleschns ah imma - der legt sie, wenn er agsoffn is, mit an jeden oh - aber der Hansl war schlau, dass er ohsprunga is - echt schlau, i scheiß mi oh! und dann ratterten alle weiter, zur Susi, die hat noch offen, bestimmt.

Das hatte sie auch, schenkte aus, bedauerte den herben Verlust zweier Fahrzeuge professionell mit, spendierte eine Trostrunde, dann kam noch eine Runde auf den Schreck, eine auf den Sieg - uns hams ned kriagt - es wurden rund fünf Runden oder sechs - rund ma lieber auf.

Susi sperrte, man startete erneut, eines der Mopperln wollte nicht mehr anspringen und blieb also stehen, doch los gings, heimwärts, ziemlich verschwommen die Strasse…die aufgemotzten Mopeds fetzten rööööööhr tadacktadack durch schlafende Dörfer.

Das ist das wahre Leben!

Die Unnötigen waren auch wieder da. Durchs Geäst am Waldrand erkannte man schon, da steht ein weißer Kombi mit Blaulicht -Scheiße!

Diesmal aber waren die Reaktionen schon eingespielt, alle überzähligen Beifahrer sprangen ab und rannten sternförmig in die Botanik, Mopeds flogen rechts und links in den Strassengraben, und Tante `La, welche ein Moped lenkte, das mit drei Personen etwas überbesetzt war, vergaß sich in der allgemeinen Massenflucht und sprang ebenfalls ab, woraufhin das treue Ross nur kurz alleine weiterfuhr und sich dann ermattet an einen Baumstamm lehte.

Die Heh aber, völlig überrascht vom Tumult, zählte nicht die Flüchtenden und war auch nicht in der Lage, diese Zahl durch die der Mopeds zu dividieren, sie mussten erst ihrer Verblüffung Herr werden und Nachdenken.

Bruder Baum bot Deckung, es raschelte im Unterholz. Die Exekutive dachte nach. “Kummts ausse, es Deppen!” riefen sie. Die Deppen, zwar schwer angeschlagen aber nicht gänzlich von Sinnen, blieben im Gebüsch verborgen. Die ernsten Herren wollten nicht heimgehen, die Gesellschaft nicht ewig in den Büschen bleiben, es begann unter allgemeinem Geraschel, unterdrücktem Gekicher, leisen Kotzgeräuschen und “do samma” Rufen ein ungeordneter Rückzug. Die Blaulichtkameraden bewachten sich selbst und ein paar traurige Mopeds.

Das tapfere Grüppchen trapperte auf einer Nebenstrasse Richtung Heimat, von hinten bekannte Knattergeräusche - Fredl, endlich entlassen (wir erinnern uns - der Kamikaze). Fünf passen auf ein Moped, des geht locker, wenn der fünfte quer liegt - (nein, ich kann da jetzt keine Skizze machen). So wurde die erste Partie aufgeladen, das Moped keuchte und fuuuuhr gaaaanz laaaangsam, aber es fuhr.

Bis dorthin, wo das allererste, (das auf Befehl der Heh auf Grund verbotener Auffrisierung abgestellt werden musste) brav am Strassenrand stand. Es ist nicht leicht, ohne Werkzeug mit Promillen ohne Licht und auf schwankendem Boden ein Moped ohne Schlüssel zu starten, aber “nullproblemo” wurde dies erledigt, wieder fünf, des geht sich fast aus.

Sonst passierte in jener Nacht nicht mehr viel, die Nachhut zu Fuß sprang bei nahenden Autogeräuschen jeweils zur Sicherheit in den Strassengraben, erkannte aber dann das Auto eines heimzockelnden Bekannten, der wurde aufgehalten und stellte plötzlich fest, dass  sein Wagen  mit freundlichen Teenagern bepackt war, die darum ersuchten mitgenommen zu werden. Achja, und eines der zwei Mopeds hatte einen doppelten Reifenplatzer vorm Dorf - unerklärlich, warum.

Tante La, liebe Kinder, war dabei, und wenn sie es erzählt, dann schmeckt man direkt den Staub der Bankette und riecht das heiße Öl, das auf dem Auspuff verglüht. Ich war brav daheim im Bett natürlich, daher kann sein, es war nicht ganz genau so, aber so wirds erzählt…

Ablenkungen und Widrigkeiten

07. Mai 2008

Es ist wieder einmal soweit, eines meiner absoluten Lieblingskinder zieht wieder hier ein (nicht das ver2felte) - das freut mich.

Seit Eröffnung der Gartensaison stagnieren die innerhäusigen Renovierungsarbeiten aber sowas von total, wir sind also mit dem Umräumen - welches wir mutig in Angriff nahmen aber noch nicht vollendet haben - noch nicht fertig, schon heißt es wieder: in die Riemen Leute - wir rudern zurück.

Also, wir haben noch etwas Zeit,  ich darf noch einige Wochen hier sitzen bleiben mit dem Computer, in luftiger Höhe, neben dem Fenster die Krone des eben verblühenden Apfelbaumes, aber ich werde den Computer wieder zurückschleifen müssen, dorthin wo er war.

Das Herüberschleifen war schon so schwierig - ich konnte den Schlauch (ich weiß dass das Kabel heißt) nicht abkriegen, der die zwei größten Trümmer verband, beide gleichzeitig stemmen ging auch nicht, also immer eine Kabellänge das eine Dings vorangezerrt, abstellen, dann das darangehängte Dings vorbeitragen, abstellen, und so weiter, bis wir da waren. Die ganze Aktion aber leise, leise, weil Besuch im Gästebett schlief.

Dann die zwei Drucker auf Zehenspitzen vorbeitragen, die Boxen …erstaunlicherweise (mit Schummelskizze) konnte ich auch jedes Steckerlein ins richtige Loch schieben und alles FUNKTIONIERTE gleich tadellos. Wozu auf die Kinder warten, das mach ich doch selbst. Was ich hier allerdings nicht habe, ist ein Fernseher.

Wenn ich den PC aufdrehe, erscheint täglich der Hinweis “kein Video” was mir eh auch schon aufgefallen ist, ich habe hier auch keinen Video.

Warum das so ist? Es hängt mit der kabelfressenden Dachbodenmaus zusammen, und mit dem Freund der Nichte, der zwar Elektriker ist und das machen wird, aber erst wenn ich genug Billafussballerjetons gesammelt habe wiederkommt, denn er hat KEIN HERZ und sein Zeug bügelt ja meine Nichte, und überhaupt ist er sehr nett, (falls du das liest, Roman, ich hab schon sieben Jetons!) aber gegen die Maus muss ich selber was tun….wurscht, keine Details, ich weiß, ich verrenne mich schon wieder.

Ich muss hier also ohne Unterhaltung bügeln, was ganz blöd ist.

Nein, doch nicht, youtube hab ich ja auch schon entdeckt, das muss doch gehen, es geht auch, aber man wird dabei leicht  hektisch.

Ein Lied finden, abspielen lassen und schnell losbügeln - ein Hemd bügel ich in 4 bis 5 Minuten - das geht sich mit Bad Moon kaum aus. Joan Baez, ja die singt lange Lieder, aber die hohen Töne sind irgendwie nicht bügelkompatibel - echt. Man kommt in Versuchung das glühende Eisen aufs schmerzende Ohr zu pressen und unterlässt diesen Fehler eigentlich nur deswegen, weil man sich nicht  entscheiden kann, auf welches Ohr.

Tina Turner ginge, die singt recht lang oft, aber lenkt zum Hinschauen ab - gefährlich fürs Leinenzeug.

David Bowie - ach…David beansprucht mich ganz, unmöglich nebenher zu bügeln.

Elvis bringt mich zum Lachen, das geht, auch Billy Joel, der geht immer.

Oft vergeß ich beim Computer dann dass ich bügel, surfe durch youtube und singe mit,  schreib dann  einen Blogeintrag, gucke emails, schieße Kugerl ab und soweiter, bis das Eisen zischt und mir wieder das angebügelte Teil in Erinnerung kommt - es geht nicht wirklich was weiter was die Bügelbergabtragung betrifft.

Aber es macht Spaß.

Wenn das Kind wieder einzieht, wird der Nichtenfreund das Fernsehkabel umgehend reparieren, mein Bügeleisen samt Brett verbannt werden, und ich kann wieder Ausgerechnet Alaska! oder Startrek in endloser Folge beim bügeln sehen.

Zu Gilmoregirls kann man nicht bügeln, denn da muss man die ganze Zeit Fastfood essen, jawohl.

PS: Die zukünftige Schwiegermutter des Elektrikers lasst sagen: ohja, klar hat er ein Herz und ka Fleischlaberl, weil das hätt er scho aufgrfressn, wenns so warat. Aber der Guten widme ich nächstens einen eigenen Eintrag, denn den füllt sie, mit oder ohne Daunenweste, locker aus.

eh nix!

06. Mai 2008

Kinder, sagt der Prophet, sind schwach und uneins.

Ja, da is vielleicht ein Eckerl meines Problems. Sie sind uneins.

Sie sind mehrere. Wären sie nur eines, tät ich mich einigen.

Einige eines sind etliche zuviel.

Drei sind zwei und eines, und das eine kanns für zwei.

So wird eines uneines indem es ver2felt.

und ich halts heut nicht aus. Echt nicht.  Es wär besser, sich zu einigen. Aber nein, er bleibt uneins.

Ich bin es müde. Morgen vielleicht, vielleicht ermuntere ich ihn oder mich wieder. Einstweilen bin ich es müde, heute wirklich sehr.

Und drum zwinge ich Billy nocheinmal: sing us a song, you´re the piano man -sing us a song tonight…well, we`re in the mood for a melody, and YOU`VE GOT US FEELIN` alright -

und jetzt kommt der beste Teil vom Text: La la la, de de da

Feuer II

02. Mai 2008

Ja, natürlich trieben wir das Brauchtum auf die Spitze - einer fiel ins Feuer, und wir haben auch gesungen, das war ungefähr so:

http://youtube.com/watch?v=NOErZuzZpS8&feature=related

wies halt so üblich ist, im Dorf, in der Walpurgisnacht.

Feuer!

01. Mai 2008

Es brennt im Aschenbecher - Walpurgisnachmittag. Kein Feuer ohne Rauch, es stinkt gewaltig.

Abends dann wurde es ein richtiges Feuerchen, auch wenn die Jungs sich nicht recht aufraffen wollten drüberzuhüpfen, sie bewachten ernsthaft den Maibaum.

Der wurde unter interessierter Beobachtung zahlreicher Zuschauer aufgestellt, Heinrich warf den Griller an und Kotletts und Würstl auf denselben, Kisten- und Kübelweise wurden Bier und Salat herbeigeschafft, der Wirt sperrte mangels Kundschaft früh, man versammelte sich um zu sehen, wie der Maibaum sich aufstellen ließ. Er brach nicht, alles ging glatt. Roman schnitzte SCR in die Rinde, brave Hausfrauen wanden Kränze und hängten Bänder dran (ich nicht, ich rätselte, was heißt SCR?) rund um den Stamm werden im Laufe der Nacht die Deckel der geleerten Bierflaschen angenagelt.

Brauchtum, liebe Kinder. Ja, auch die Deckeln vom Eristoff-Ice.

Der Maibaum muss in dieser Nacht bewacht werden, denn die Lumpen der Nachbarfeuerwehren wollen ihn umsägen, kaa Tschanze Burschn! Die Nächte sind noch kalt, da muss aufgewärmt werden, dazu dienen Bier, Eristoff, Fleisch und das Feuerchen. Kuchen, Kaffe und Salat sind nur Verzierung.

Ausserdem ist es sehr günstig, wenn die Männer alle Maibäume bewachen, so können die Mädels ungestört machen was sie wollen.

Brave Mädchen gehen ins Bett.

Böse auch, aber nicht allein. Dafür bekommen sie dann einen Maisteig.


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